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Depression und trotzdem leben !

21/03/2019
von Holger Danklemann
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Mir geht es gut … relativ.

06. Dezember 2016

Klingt vielleicht etwas komisch, aber so fühle ich mich derzeit. Keine extreme depressive Phase, kein ganz schwarzes Loch in dem ich mal wieder sitze und doch… richtig gut geht es mir aber auch nicht. Es fühlt sich an als wenn alles um mich herum nicht wirklich real wäre. Die Menschen die unterwegs sind. Die vielen Autos die von einem Punkt zum anderen fahren. Irgendwie schaue ich dem Treiben als Beobachter zu, aber nicht als Teilnehmer.

Oft fühle ich mich nicht als Teil dieser Welt. Die Sinnfrage, in dem was die Menschen machen, kommt immer wieder hoch. Dann frage ich, was für mich einen Sinn macht? Ich habe keine wirkliche Antwort darauf. Ich stehe in dieser Welt und bin doch kein Teil von ihr. Fühle mich manchmal dabei sogar etwas wohl. Mir geht es gut …relativ. 

21.03.2019

Ich mache mir immer seltener das Leben schwer, auch wenn es mir gut geht. Denn wenn es mir gut geht, dann geht es mir einfach nur gut und das nicht “relativ”. Zu oft habe ich mir die Zeiten in denen es mir besser ging, schlecht geredet. Es geht mir gut, Punkt!

10/03/2019
von Holger Danklemann
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Die grauen Steine auf meiner Seele.

21. November 2018

Als ich dieses Foto geschossen habe war mir klar, dass ich es als ein bildlichen Vergleich nutzen wollte. Um meine Situation fotografisch/künstlerisch darzustellen, wenn ein depressiver Schub mich gefangen hält.

Später, zu Hause am Rechner, fing ich an das Foto zu bearbeiten. Anfangs war gerade mein kleiner Freund der Teddy noch in seiner vollen Farbe zu. Nachdem ich das fertige Bild abgespeichert spürte ich plötzlich, dass etwas „falsch“ daran war. Irgendwie war es noch nicht fertig. Denn unerwartet bekam die Depression wieder Oberhand. Wie immer ohne Vorwarnung. 

Wenn mich ein depressiver Schub erwischt, verschwinden die Farben die meine Seele und mich sonst ausmachen. Alles wird nur noch Grau. Ich selber, in diesem Fall der kleine Teddy, passte sich nun den grauen Steinen an, die auf mir und meiner Seele lasten, an.

Mit den Farben verschwinden auch die Gefühle, auch dort ist alles grau geworden. Ob ich von Freunden eingeladen werde, oder meine Frau mir eine Freude machen will. Alles ist Grau. Gefühle wie Freude, Liebe verschwinden. Das Grau überdeckt alles und eine Gleichgültigkeit, dem Umfeld gegenüber, breitet sich aus. 

Mit diesem Bild und diesem Text möchte ich es für alle die jemanden kennen, der Depressionen hat, ein wenig erklärbarer machen. Wer möchte darf diesen Beitrag gerne teilen. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und ja, langsam wird es wieder besser bei mir. Wie lange es wieder dauert bis der nächste Schub kommt, keine Ahnung.

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen. 

10. März 2019

Dank Medikamente und der schon über Jahre anhaltenden Gesprächstherapie, ist es deutlich besser geworden. Habe kaum noch depressive Schübe und wenn, sind sie nur noch von kurzer Dauer. Ich gehe davon aus, das ich die Gesprächstherapie absetzen werde in diesem JAhr. Die Termine die anfangs noch wöchentlich waren sind heute nur noch monatlich. Ob ich nicht Angst habe davor? Ja natürlich, aber es ist eine weitere Möglichkeit der Selbstbestimmung in meinem Leben.

02/03/2019
von Holger Danklemann
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Ein letzter Blick auf die Vergangenheit

Das Foto spiegelt meine derzeitige Situation wieder. Habe einige Zeit schon keine wirklichen depressiven Schübe gehabt. Also keine die mich komplett runter gezogen haben. Möchte auch nicht jede Stimmung, in der ich mich nicht wohl fühle, auf die Depression schieben. Jeder von uns hat ja gute und nicht so gute Tage. Mit dieser Einstellung versuche ich meiner Depression einen weiteren Spielraum in meinem Leben zu nehmen.

Das Bild, zeigt wie ich derzeit mit den Ereignissen aus meiner Vergangenheit umgehe. Ich lasse sie immer mehr verwelken und hoffe und bete darum, dass daraus irgendwann ein neues grünes Blatt in mein Leben tritt. Ob und wann das völlig bei mir umgesetzt ist, keine Ahnung. Aber der positive Gedanke daran gefällt mir.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen gute Zeit!  

19/02/2019
von Holger Danklemann
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Mir geht es derzeit gut !

Ich finde es ist wichtig, dass ich mir selber das auch zugesteht darf! 

Klingt einfach, war aber lange ein Problem für mich. Denn selbst das habe ich mir durch die Depression nicht mehr gegönnt. Dazu kam auch noch der Gedanke, wie schaut das denn aus? Wegen Depression nicht mehr Arbeitsfähig, aber dem Kerl geht es doch gut. Also das Bild was ich nach aussen hin darstelle.

Ich habe mich also auch zurück gezogen, wenn es mir mal gut ging. Was für ein Quatsch! Doch so war es lange so und ist auch heute noch ab und zu der Fall. 

Schon irgendwie schräg, wenn man sich selber nicht erlaubt, das es einem gut gehen darf.

Doch heute geht es mir gut ! Ich möchte mir das merken für die Zeit, in dem es eben nicht mehr so ist. Um zu wissen, das die Depression eben nur ein Teil von mir ist. Die guten Zeiten sich zu notieren hilft, aber nur wenn man diese sich selber auch zugestehen kann.

13/02/2019
von Holger Danklemann
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Der Depression nicht mehr Raum geben, als sie so schon hat.

Tach zusammen. Die Gedanken zu dieser Überschrift laufen schon einige Zeit durch meinen Kopf, da ich aus eigener Erfahrung erlebt habe, wie schnell so was geht. Doch was genau meine ich nun damit?

Sicher nicht die Zeit, in der ich in einem depressiven Loch stecke, denn das ist eine Zeit, wo nun mal gar nichts geht. Es geht um die Zeit in der es mir etwas besser geht und ich wieder Licht am Ende des dunklen Tunnels sehe. Gerade in dieser Zeit bin ich anfällig für negative Einflüssen von aussen.

Doch haben diese unangenehmen Einflüsse etwas mit meiner Depression zu tun? Ich glaube nicht! Deswegen ist es wichtig auch mal etwas Unangenehmes anzunehmen/auszuhalten, ohne diese Situation als eine depressive Phase zu deuten.

Ich weiß das dies nicht einfach ist und trotzdem sollten wir Betroffenen anfangen, das persönliche Leben mit seinen Höhen und Tiefen differenziert zu sehen. Nicht alles was derzeit oder auch in der Zukunft bei mir/euch nicht rund läuft, hat etwas mit meiner/eurer Depression zu tun. Also lasst uns der Depression nicht mehr Raum geben, als sie so schon hat. 

Mit diesen Gedanken entlasse ich euch in diesen Tag. Kommt gut durch.

06/02/2019
von Holger Danklemann
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Wurde nicht schon alles gesagt ?

Gleich geht es wieder zu meinem Therapeuten. Nach über 3 Jahren persönlicher Gespräche kommt in mir die Frage auf, ob nicht alles schon gesagt wurde? Manches sogar öfter als einmal.

Kann es sein das sich mein Leben, bedingt durch die Gesprächstherapie und die Medikamente, insoweit verändert hat, dass ich geheilt bin?

NEIN! Ich bin sicher nicht geheilt, aber ich habe gelernt mit dieser Krankheit zu leben. Und ein solches Leben ist auch lebenswert! Das kann ich nur bestätigen.

Ich möchte euch da draussen, die ihr verzweifelt seit und keine Lösung für eure Probleme seht, aufrufen sich Hilfe zu holen! Ihr müsst das nicht alleine mit euch aus machen und durchstehen! Lasst euch helfen!

Wenn der Weg auch lange erscheint, ist es dein Weg den du da draussen für dich gehst! Es lohnt sich!!!

04/02/2019
von Holger Danklemann
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Der Griff in meine Vergangenheit und (m)ein Lösungsansatz.

01. Februar 2017

Der Griff in meine Vergangenheit hat neben vielen Erkenntnissen auch die Frage aufgeworfen, wie ich damit umgehen soll? Klinikaufenthalte sowie ambulante Therapie haben mir geholfen vieles zu erkennen. Doch was fange ich nun mit diesem Wissen an? Die Vergangenheit vergessen? Das geht nun mal nicht so einfach. Ich bin heute der Mensch, der aus dieser Vergangenheit gewachsen ist. Also ist meine Vergangenheit auch ein Teil von mir. 

Ich glaube der beste Lösungsansatz ist die Vergebung! Ein Wort was heute kaum noch genutzt wird, aber welches eine sehr große Macht beinhaltet. Durch die Vergebung glaube ich, dass ich mich lösen kann von den dunklen Schatten aus meiner Vergangenheit. Derzeit versuche ich mich intensiver mich mit dem Thema zu beschäftigen, um weiter meinen Weg der Genesung zu beschreiten. Wie ich das Ganze umsetzten kann, oder werde, ist derzeit noch offen. Aber ich arbeite daran.

04. Februar 2019

Das Thema Vergebung beschäftigt mich auch heute noch. Nicht nur in dem oben genannten Bezug, sondern Allgemein. Für mich lebt es sich besser und ruhiger, wenn ich nicht immer auf mein “Recht poche” und die Schuld bei anderen suche. Wichtig ist es auch sich irgendwann von der Vergangenheit zu lösen, da hilft mir die Vergebung sehr, auch wenn die andere Seite dieses als Schwäche ansieht. Mich bestärkt es!

21/01/2019
von Holger Danklemann
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„Feel the blues“ Musik als Ausdruck und als Therapie (?)

15. Oktober 2016

Viele von uns (mich eingeschlossen) finden in der Musik eine Möglichkeit seiner Krankheit ein „Gesicht“ zu geben. Ob nun schwermütig, getragen, oder auch mal aggressiv und herausfordernd. Ich stehe derzeit verstärkt auf Blues-Musik. Weil ich in ihr für mich und meine jeweilige Situation genau das passende finde.

Musik kann meine Gefühle widerspiegeln, ohne das ich selber dafür nach passenden Worte suchen muss. Sie gibt mir das Gefühl, dass der jeweilige Musiker genau das versteht, was mich gerade umtreibt. Musik wird auch als therapeutisches Mittel von Fachleuten genutzt. Doch es gibt auch eine negative Seite, die man als Betroffener für sich persönlich beachten sollte.

Wenn ich in einer depressiven Phase bin und mich nur noch mit schwermütiger Musik umgebe, kann das meiner Genesung auch entgegen wirken. Hier die passende Mischung für sich selbst zu finden, ist auch eine Form von Therapie. Denn positive Musik wirkt sich auch positiv aus! Vielleicht sollte man sich eine passende Playlist erstellen um in den dunklen Zeiten mit der Musik dem Licht wieder entgegen zu gehen. Ist nur ein Gedanke von mir. Wie seht ihr das?

21. Januar 2019

Zwangsweise sich positive Musik in einer depressiven Phase anzuhören, klappt nicht. Jedenfalls nicht bei mir. Ich suche mir halt die Musik aus, die meine Gefühle widerspiegeln, die mich gerade beschäftigen. Punkt.

18/01/2019
von Holger Danklemann
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“Die Zeit heilt alle Wunden.”

29. Dezember 2016

Ein alter Spruch der da sagt das die Zeit alle Wunden heilt, ist nur bedingt zutreffend. Manche dieser Wunden sitzen tief und ein Heilung erscheint nicht möglich. Wenn man viel Glück hat, bleiben irgendwann nur tiefe Narben die an eine dunkle Zeit erinnern. Manchmal bleiben aber auch diese tiefe Wunden einfach offen. Sehr tiefe Verletzungen haben es schwer sich wirklich zu schliessen. Manchmal sind wir auch teilweise selber daran schuld.

Warum ist das so, werdet ihr vielleicht fragen.  Zu oft hält man sich bei diesen Wunden auf und lässt keine Heilung entstehen. Man stochert in ihnen rum, versucht dadurch zu erklären wie es zu dieser Wunde kam. Dabei verliert man sich oft und sieht nur noch diese tiefe Verletzung an sich selbst. Wichtig wäre es nach meinen persönlichen Meinung, manche Wunden mehr Ruhe zu geben. Darauf zu achten das es keine weiteren Entzündungen entstehen, die es noch schlimmer machen. Dann hat sie gute Chancen ein Narbengewebe erstellen können. Die Narben die daraus später entstehen erinnern uns dann zwar an diese Wunde, aber sie beeinträchtigen uns nicht mehr. 

Nicht die Zeit heilt alle Wunden, es ist auch der Umgang mit ihnen.

18. Januar 2019

Wie sieht es derzeit mit meinen tiefen Verletzungen aus? Sie sind noch da, aber der Heilungsprozess hat begonnen. Wichtig war für mich, dass ich den Personen vergeben konnte. Auch wenn diese es nicht verstehen um was es geht. Das hat seine Zeit halt gedauert. Auch wurde wichtig, den Verletzungen Ruhe zu gönnen und nicht immer wieder sie aufkratzen. Einige Narben werden sicher bleiben. Aber zwischenzeitlich stört mich der Gedanke daran immer weniger.